Hideyoufast
 Beginner Join Date: 6.5.2023 Posts: 17
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Posted: 9.14.2026 4:17:07
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Wir sind letzten Monat in ein Haus aus den 90ern eingezogen und ich hab jetzt mal durchgezählt was hier alles an Leuchtmitteln verbaut ist. Insgesamt 34 Fassungen verteilt auf Wohnzimmer Küche Schlafzimmer Kinderzimmer Bad Keller und Dachboden. Davon sind noch 22 klassische Glühbirnen drin meistens 60W ein paar auch 40W und im Keller sogar noch zwei 100W Birnen. Der Rest ist teilweise Halogen teilweise schon LED aber so ein wilder Mix dass nciht wirklich ein System dahintersteckt. Jetzt wollte ich das Ganze einmal komplett auf LED umstellen weil die Stromrechnung bei dem Altbestand vermutlich ordentlich reinhauen wird. Hab mal grob überschlagen dass die 22 Glühbirnen bei durchschnittlich 3 Stunden Brenndauer am Tag und sagen wir 55W Schnitt irgendwo bei 1300 kWh im Jahr liegen müssten nur für Beleuchtung. Bei aktuellen Strompreisen von knapp 30 Cent pro kWh wären das fast 400 Euro nur fürs Licht was schon absurd ist. Mit LED müsste amn da auf ein Fünftel runterkommen also irgendwo bei 80 Euro im Jahr. Jetzt ist die Frage auf was ich beim Kauf achten muss weil ich da trotz etwas Vorwissen unsicher bin. Die Fassungen sind hauptsächlich E27 und ein paar E14 in den Wandleuchten. Beim Thema Farbtemperatur bin ich so halb im Bild. Im Wohnzimmer und Schlafzimmer will ich definitiv Warmweiß also 2700K weil alles andere da zu steril wirkt. In der Küche bin ich unsicher ob 3000K oder 4000K besser wäre btw hat da jemand Erfahrung ob Neutralweiß beim Kochen wirklich so viel besser ist oder ob das eher Geschmackssache ist. Im Keller würde ich 4000K nehmen weil es da ja nicht um Gemütlichkeit geht. Was mich noch beschäftigt ist die Lumen Angabe weil die alten Watt Zahlen ja nciht mehr direkt vergleichbar sind. Eine 60W Glühbirne hatte so um die 710 Lumen wenn ich das richtig im Kopf hab. Heißt das ich brauche eine LED mit mindestens 710 Lumen oder eher mehr weil der Abstrahlwinkel bei LED anders sein kann. Und bei den 100W Birnen im Keller müssten es dann so 1500 Lumen sein oder. Dann gibt es ja noch den CRI Wert also die Farbwiedergabe. Hab gelesen dass man mindestens Ra 80 nehmen sollte aber dass Ra 90 nochmal deutlich natürlicher wirkt gerade bei Hauttönen und Holzoberflächen. Noch eine Sache zum Thema Dimmer. Im Wohnzimmer haben wir einen alten Drehdimmer verbaut und ich weiß dass nicht jede LED dimmbar ist. Muss ich da auch den Dimmer tauschen oder reicht es wenn ich explizit dimmbare LEDs kaufe. Hab gehört dass Phasenanschnittdimmer mit LED Probleme machen können und dass Phasenabschnitt besser geeignet ist. Ka ob das bei meinem Modell relevant ist das ist irgendein Busch Jaeger aus den 90ern. Wäre cool wenn jemand der sowas schon komplett durchgezogen hat ein paar Erfahrungswerte teilen könnte
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SkldHub
 Beginner Join Date: 6.5.2023 Posts: 11
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Posted: 9.14.2026 5:13:33
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Genau das habe ich vor zwei Jahren bei meinen Eltern gemacht, die hatten auch so ein 90er Jahre Haus mit komplettem Glühbirnen Bestand und der Unterschied auf der Stromrechnung war echt krass! Von knapp 350 Euro nur für Beleuchtung runter auf unter 70 Euro, das hat sich innerhalb von einem Jahr amortisiert.
Zu deinen Fragen kann ich einiges sagen. Die Lumen Rechnung hast du im Prinzip richtig, 60W Glühbirne entspricht ungefähr 710 bis 730 Lumen. Ich würde aber empfehlen eher 10 Prozent mehr zu nehmen, also so 800 Lumen bei E27, weil manche LED Hersteller die Werte etwas optimistisch angeben und der gefühlte Helligkeitseindruck je nach Abstrahlwinkel variieren kann. Bei den 100W Birnen im Keller bist du mit 1500 bis 1600 Lumen gut bedient.
Farbtemperatur in der Küche ist tatsächlich Geschmackssache, aber ich persönlich finde 3000K dort den besten Kompromiss. 4000K kann gerade abends beim Kochen unangenehm kalt wirken, das hat mich bei meinen Eltern wirklich genervt bis wir die getauscht haben! 2700K wäre mir in der Küche wiederum zu schummrig. 3000K ist so die goldene Mitte, warm genug dass es nciht steril aussieht aber hell genug dass man beim Schnippeln alles gut erkennt.
Beim CRI Wert würde ich im Wohnbereich auf jeden Fall Ra 90 oder höher nehmen, der Unterschied zu Ra 80 ist gerade bei Holzmöbeln und Textilien deutlich sichtbar. Im Keller reicht Ra 80 locker.
Zum Dimmer Thema, das ist tatsächlich der Punkt wo es oft hakt. Dein Busch Jaeger aus den 90ern ist mit ziemlicher Sicherheit ein Phasenanschnittdimmer und die machen mit LED häufig Probleme, Flackern oder Summen oder die LED geht gar nicht richtig aus. Ich würde den Dimmer direkt gegen einen LED tauglichen Phasenabschnittdimmer tauschen, kostet vielleicht 25 Euro und spart dir viel Ärger. Wichtig ist dass du dann auch explizit als dimmbar gekennzeichnete LEDs kaufst, nciht jede LED kann das.
Was die Auswahl angeht, ich habe damals die sparsamen Birnen https://www.gluehbirne.de/LED-Leuchtmittel bei der Recherche gefunden und mich da durch die verschiedenen Sockeltypen und Farbtemperaturen durchgeklickt, das hat mir beim Überblick echt geholfen. Gerade wenn man wie du 22 Leuchtmittel auf einmal braucht ist es gut wenn man die verschiedenen Varianten direkt vergleichen kann
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Hideyoufast
 Beginner Join Date: 6.5.2023 Posts: 17
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Posted: 9.14.2026 5:20:35
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Danke für die ausführliche Antwort das hilft schon mal weiter. Den Tipp mit 3000K für die Küche nehme ich mal mit hab btw auch gelesen dass manche Hersteller das als "Warmweiß Komfort" labeln während 2700K dann einfach nur "Warmweiß" heißt. Gut zu wissen dass das in der Praxis wirklich nen spürbaren Unterschied macht.
Den Dimmer werde ich dann wohl direkt tauschen lassen. Hab noch
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